Die Kunst der Portraitfotografie

In der Portraitfotografie geht es darum, die Persönlichkeit(en) einer Person oder einer Gruppe von Menschen durch effektive Beleuchtung, Kulissen und Posen einzufangen. Neben dem künstlerischen Porträtbild kann die Abbildung aber auch aber klinisch sein, wie etwa bei einem Passbild. Häufig werden Portraits für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder Schulveranstaltungen in Auftrag gegeben. Portraits können vielen Zwecken dienen, von der Verwendung auf einer persönlichen Website bis zur Anzeige in der Lobby eines Unternehmens.

Die relativ niedrigen Kosten der Daguerreotypie und die reduzierte Zeit für die Sitzungen führten in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Anstieg der Beliebtheit der Porträtfotografie gegenüber der Malerei. Geblieben sind die ästhetische Herausforderungen aus der Entstehungszeit. Erst durch die Fortschritte in der Fotoausrüstung und Technik konnten die Fotografen neue Möglichkeiten entwickeln. Kürzere Belichtungszeiten machten Portraits auch außerhalb eines Studios möglich.

Unauffällig bleiben
Um Portraits von Menschen zu machen wie sie ihren Geschäften nachgehen, bei einem Sportereignis oder im Theater, muss der Fotograf möglichst im Hintergrund bleiben. In diesem Fall möchte nicht, das sich die Personen der Kamera bewußt werden. Ich will die Menschen so sehen, wie sie sich auf etwas konzentrieren müssen. Der Betrachter des Bildes soll das Gefühl haben, einen spontanen Einblick in das Leben der Person zu bekommen. Als Fotograf Berlin suche ich mir deshalb zuerst einen Platz zum Sitzen oder Stehen, der mir einen guten Blick auf die Szene ermöglicht. Wenn ich ein langes Objektiv verwende dauert es wahrscheinlich eine Weile, bis die Person meine Anwesenheit bemerkt.

Verhalten antizipieren
Ein wichtiges Element in der Portraitfotografie ist es, die Motive des Menschen gut genug zu kennen, um voraussehen zu können, was sie tun werden. Es ist die einzige Möglichkeit, Bilder davon zu bekommen. Wenn ich darauf warte, bis ich es sehe, ist es zu spät. Der Schlüssel ist, die Leute genau zu beobachten. Meine Kamera ist immer bereit. Wenn ich in einer bestimmten Situation etwas aufnehmen möchte, bleibt keine Zeit, an der Kamera „herumzuspielen.“ Deshalb beobachte ich die Menschen durch den Sucher und spüre, wann etwas passieren wird.

Auf den Menschen zugehen
Zu meinen ersten Aufgaben in der Portraitfotografie gehört es, mich mit dem Menschen (oder der Gruppe) zu beschäftigen. Dabei muss ich offen und in freundlicher Weise auf die Personen zugehen und ihnen sagen, was ich vorhabe. Keinesfalls stürze ich mit der Kamera in eine Szene. Tatsächlich ist es normalerweise am besten, die Kamera in der Tasche zu lassen, wenn ich zum ersten Mal auf Menschen zugehen, um sie nicht zu erschrecken. Ich nehme mir die Zeit, um die Person in ein Gespräch zu verwickeln, genauso wie ich es tun würde, wenn ich nicht fotografieren wollte. Außerdem denke ich darüber nach, wie ich mich fühlen würde, wenn jemand von mir ein paar Fotos machen wollte.

Beleuchtung und Stil
Wenn Porträtfotografien in einem Studio aufgenommen werden, habe ich als Fotograf Berlin die Kontrolle über die Beleuchtung der Bildkomposition und kann die Richtung und Intensität des Lichts einstellen. Es gibt viele Möglichkeiten, das Gesicht eines Motivs zu beleuchten. Wie die meisten Fotografen in der modernen Fotografie verwende ich eine Art Blitzlicht. Die Beleuchtung für die Porträts wird in der Regel gestreut, entweder von der Innenseite eines Schirms oder durch Verwendung einer Soft-Box.
In der Porträtfotografie werden unterschiedliche Techniken verwendet. Meistens sind Augen und Gesicht des Motivs scharf zu erfassen, während andere, weniger wichtige Elemente weich dargestellt werden können. Bei Porträts können aber auch andere Merkmale im Mittelpunkt einer Komposition stehen, zum Beispiel die Augen, Hände oder ein anderer Teils des Körpers.